Das Honorar richtet sich in Deutschland nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) und hängt im Wesentlichen von den anrechenbaren Baukosten, dem Schwierigkeitsgrad des Projekts und dem beauftragten Leistungsumfang ab. Als grobe Orientierung liegt das Architektenhonorar bei einer Vollbeauftragung (Leistungsphasen 1 bis 9) häufig im Bereich von etwa 10 bis 15 Prozent der Baukosten.
Wichtig zu wissen: Sie müssen nicht alle Leistungsphasen beauftragen. Viele Bauherren starten mit einer Erstberatung oder einer Entwurfsplanung und entscheiden dann Schritt für Schritt weiter. In einem unverbindlichen Erstgespräch schätzen wir den Aufwand für Ihr konkretes Vorhaben gerne ein.
Eine Machbarkeitsstudie lohnt sich immer dann, wenn vor größeren Investitionen offene Fragen geklärt werden müssen: Lässt das Baurecht mein Vorhaben überhaupt zu? Trägt die vorhandene Bausubstanz einen Umbau oder eine Aufstockung? In welcher Größenordnung bewegen sich die Kosten?
Gerade bei Altbauten, denkmalgeschützten Gebäuden und schwierigen Grundstücken – etwa in der Passauer Altstadt oder in Hanglagen – schafft eine Studie früh Klarheit und schützt vor teuren Fehlentscheidungen. Der Aufwand ist überschaubar und die Ergebnisse fließen später direkt in die Planung ein.
Das hängt vom Vorhaben ab. Neubauten und größere Umbauten benötigen in Bayern in der Regel eine Baugenehmigung nach der Bayerischen Bauordnung (BayBO). Manche Vorhaben sind genehmigungsfrei gestellt, müssen aber trotzdem alle Vorschriften einhalten. Bei denkmalgeschützten Gebäuden kommt zusätzlich eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis hinzu, in Überschwemmungsgebieten – wie in Teilen Passaus – wasserrechtliche Auflagen.
Als Ihr Architekturbüro klären wir für Sie, welche Genehmigungen erforderlich sind, erstellen die Antragsunterlagen und stimmen uns direkt mit den Behörden ab.
Am Anfang steht die Bestandsaufnahme: Wir verschaffen uns ein genaues Bild von Bausubstanz, Statik, Feuchtigkeit, Haustechnik und eventuellen Schadstoffen. Darauf aufbauend entwickeln wir ein Sanierungskonzept mit Kostenrahmen und Prioritäten.
Es folgen Entwurfs- und Genehmigungsplanung, die Ausführungsplanung und die Vergabe der Bauleistungen an Handwerksbetriebe. Während der Bauphase überwachen wir als Bauleitung Qualität, Termine und Kosten. Gerade beim Bauen im Bestand ist Erfahrung entscheidend, weil sich hinter alten Wänden fast immer Überraschungen verbergen – dafür braucht es kurze Entscheidungswege und ein eingespieltes Team.
Typische Herausforderungen sind Auflagen der Denkmalschutzbehörde zu Fassade, Fenstern, Dach und Materialien, eingeschränkte Möglichkeiten bei Grundrissänderungen sowie der Umgang mit historischer Bausubstanz – etwa feuchtem Mauerwerk, alten Holzbalkendecken oder nicht mehr zeitgemäßer Haustechnik. Auch die energetische Sanierung ist beim Denkmal anspruchsvoller, weil eine Außendämmung oft nicht zulässig ist.
Die gute Nachricht: Mit denkmalgerechter Planung lassen sich fast immer tragfähige Lösungen finden, und es gibt attraktive steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten und Fördermittel. Wir bringen Erfahrung aus mehreren Denkmalprojekten in Passau und Umgebung mit und übernehmen die Abstimmung mit den Behörden für Sie.
Die Bauleitung (Leistungsphase 8 nach HOAI) ist die Interessenvertretung des Bauherrn auf der Baustelle. Wir koordinieren die Gewerke, überwachen die Ausführung auf Übereinstimmung mit Planung, Genehmigung und den anerkannten Regeln der Technik, kontrollieren Termine und Kosten, prüfen Rechnungen der Handwerker, dokumentieren den Baufortschritt und organisieren Abnahmen samt Mängelverfolgung.
Für Sie als Bauherr bedeutet das: ein Ansprechpartner, der den Überblick behält – statt vieler Einzelabstimmungen mit den Firmen.
Das lässt sich nur im Einzelfall beantworten. Für eine Sanierung sprechen erhaltenswerte Bausubstanz, ein attraktiver Standort, bestehendes Baurecht und häufig auch Fördermittel oder steuerliche Vorteile (insbesondere beim Denkmal). Für Abriss und Neubau sprechen gravierende Substanzschäden, unwirtschaftliche Grundrisse oder energetische Anforderungen, die im Bestand kaum erreichbar sind.
Wir prüfen beide Wege gerne gegenüberstellend – mit Kostenschätzung und einer ehrlichen Empfehlung, auch wenn sie am Ende nicht bauen lautet.
Ja. Unser Schwerpunkt liegt in Passau und Umgebung, wir betreuen aber Projekte in ganz Niederbayern – unter anderem in Vilshofen, Pocking, Neuburg am Inn, Fürstenzell und dem Landkreis Passau. Für die Bauleitung ist die Nähe zur Baustelle ein echter Vorteil: kurze Wege bedeuten häufige Baustellenbesuche.